Mystisch, romantisch und sagenumwoben – Die 9 eindrucksvollsten Kraftorte Deutschlands


Warum in die Ferne schweifen?
Klar, ist es sicher toll, mal den Grand Canyon live zu erleben
oder sich in einem kristallklaren Naturbecken eines thailändischen Wasserfalls zu aalen.
Aber sehen wir doch mal genauer hin: Auch hier in Deutschland gibt es außergewöhnliche Naturwunder und Kraftorte, die einen Besuch lohnen.

Deswegen entführe ich dich heute mal zu
9 mystischen und zauberhaften Kraftorten in Deutschland,
die vielleicht nicht so bekannt sind.
Viel Spaß bei der Tour!

TIPP 1: Harz, Sachsen Anhalt
Die Teufelsmauer – Mystische Felsen begleiten deinen Weg

Fotos: Ballenstedt-Tourismus

Viele Mythen und Sagen ranken sich um diese rund 20 Kilometer lange Felsenkette aus Sandstein.
Selbst in einer Märchensammlung der Gebrüder Grimm kommt dieses imposante Naturschauspiel vor.

Zur Entstehung der Teufelsmauer gibt es eine schaurig schöne Geschichte, die auch etwas Witz und Ironie enthält. Und natürlich kommt auch nicht von Ungefähr der Teufel drin vor… 😉

So heißt es, dass vor langer Zeit Gott und der Leibhaftige sich darum stritten, die Welt unter sich aufzuteilen.
Sie einigten sich darauf, dass der Teufel soviel Land bekäme, wie er sich in nur einer Nacht vor dem ersten Hahnenschrei mit einer Mauer abgrenzen könne. Mitten in der Nacht wurde aber der Teufel von einer Magd überrascht, die mit ihrem Hahn unterwegs zum Markt war. Beim Anblick des Leibhaftigen erschreckte sich die Magd sosehr, dass sie stürzte. Der Hahn fing panisch an zu krähen und Luzifer glaubte, dass sein Werk misslungen war.
Voller Wut zertrat er seine bis dahin gebaute Mauer.

Die Überreste sind die heutige Teufelsmauer.
– Tja…dumm gelaufen. 😉 –

Apropos Laufen: Entlang der mystisch angeordneten Steinmonumente kann man herrlich wandern. So kannst du prima auf einer Strecke von etwa 30 Kilometern zwischen den Ortschaften Ballenstedt und Blankenburg an den Felsformationen entlang spazieren. Vorbei geht es an imposanten Steintürmen mit so charmanten Namen wie „Königstein“, „Hohe Sonne“ oder „Großvaterfelsen“.
Und die Aussicht von dort ist einfach atemberaubend…


Tipp 2: Baden-Würtemberg
Die Triberger Wasserfälle – Mächtige Kaskaden im Schwarzwald

Fotos: Triberger Land

Mit einer Fallhöhe von insgesamt 163 Metern gehören die Triberger Wasserfälle zu den höchsten Wasserfällen in ganz Deutschland.

Über insgesamt sieben Stufen fällt das Wasser über die mächtigen Granitfelsen in einen bewaldeten Talkessel, der kurz vor dem Ortszentrum in Triberg endet. Dieser zauberhafte Kraftort bietet einige schöne Wanderwege und von zwei Holzbrücken aus hast du eine perfekte Aussicht und bist direkt mitten im feuchtfröhlichen Geschehen.

Abends werden die Wasserfälle illuminiert und in ein romantisches Licht getaucht.
Oft finden hier auch stimmungsvolle Veranstaltungen statt.


Tipp 3: Schwäbische Alp
Der Blautopf – Verwunschene Wassernixen und Tropfsteinkathedralen

Fotos: Blaubeuren.de

Warum der Blautopf am Rande der Schwäbischen Alp so heißt, erkennt man schon an den Fotos. Dieser kleine romantische See schimmert in schönsten Blau- und Güntönen und galt schon immer als mystischer Ort, in dem Wasserwesen leben.
Man nennt ihn auch den „See ohne Boden“.
Die blau leuchtende Karstquelle in Blaubeuren ist ein magischer und sagenumwobener Ort.



Eduard Mörike widmete dem Blautopf das Märchen von der „Schönen Lau“. Diese melancholische Nixe wurde in den Blautopf verbannt, der laut Legende ein See ohne Grund sein soll. Die unglückliche Nixe lernte, dank der lebensfrohen Bewohner des Ortes, wieder zu lachen und wurde so schließlich aus ihrer Verbannung erlöst. Am Seeufer steht eine kleine Statue ihr zu Ehren.

Die intensive Farbe des Wassers kommt übrigens nicht davon, dass jemand einen Topf Tinte in den Blautopf geschüttet hat, sondern liegt am hohen Kalkgehalt des Wassers und der damit verbundenen Lichtstreuung.
Doch der See ist keinesfalls Bodenlos. Das Besondere an dem kleinen See sind seine Unterirdischen Felsendome, die im Rahmen von Tauchgängen sogar begehbar sind. Sie sind bis zu 50 Meter hoch und knapp 200 Meter lang und gespickt mit meterhohen Tropfsteinen.

Ein herrlich verwunschener Ort mit Tiefgang.


STOPP 4: Lautertal, Hessen
Das Felsenmeer – Eintauchen in ein Meer aus Stein

Fotos: Odenwald-Marketing

In den Tiefen des Odenwaldes erwartet dich ein Meer, das gar keines ist. Zumindest nicht im herkömmlichen Sinn. Denn das eindrucksvolle Felsenmeer besteht, wie der Name schon sagt, aus Steinen, Geröll und Felsen.


Der Legende nach lebten dort früher zwei Riesen, einer auf dem Hohenstein, einer auf dem gegenüberliegenden Felsberg. Im Streit warfen sie Felsbrocken aufeinander, und einer der Riesen wurde unter einem Meer von Felsen regelrecht begraben.

Im Tal des Baches Lauter, an den steilen Hängen des Felsbergs, kannst du heute noch dieses spektakuläre Naturdenkmal bewundern. Es lohnt sich auch, das Informationszentrum der UNESCO-Geopark Bergstraße-Odenwald zu besuchen.


Tipp 5: Bayern, Fränkische Schweiz
Der Druidenhain – Wo Hexen und Waldgeister zuhause sind

Fotos: Fränkische-Schweiz-Tourismus

Mystisch wird es nun in einem dunklen Buchenwald in der schönen Fränkischen Schweiz.
Hier, im abgelegenen Druidenhain, tummeln sich eigenartige Waldwesen.
Sie hocken auf großen Felsen oder unter den Wurzeln der mächtigen Bäume und beobachten dich. So scheint es zumindest, denn bei diesem geheimnisvollen Kraftort, der eine sehr starke Energie hat, handelt es sich um eine vorgeschichtliche Kult- und Sonnenbeobachtungsstätte, die Druiden, Hexen und Magier für ihre Rituale aufsuchten.


Noch heute ist der Druidenhain Schauplatz vieler spiritueller Zeremonien. Die außergewöhnlichen Formen und geometrischen Anordnungen haben solche fantasievollen Namen wie: „Pultstein“, Schüsselstein“, „Opferstein“ „Labyrinth“, „Mondkalender“ oder „Wächter“.

Und am Ende Areals lockt auch noch der Eingang zur Unterwelt.


TIPP 6: Bayern, Berchtesgadener Land
Der Untersberg – Das Herzchakra Europas

Fotos: Berchtesgadener Land Tourismus

Vom Dalai Lama wurde er als das Herzchakra Europas bezeichnet.
Das Erdenergienetz, das an besonderen Kraftorten extrem wirkt hat hier eine wundersame Wirkung.
Doch der heilige Wunderberg birgt auch seine Schattenseiten.

Man spricht von Menschen, die hier auf unerklärliche Weise verschwunden sein sollen, von Geister-Erscheinungen und Zeit-Raum-Phänomenen, die an das Bermuda-Dreieck erinnern.
Der Untersberg ist von einem gigantischen Höhlensystem durchzogen, das immer noch nicht ganz erforscht ist und eine Pforte in andere Dimensionen sein soll. Bewacht werden diese Höhlen von Kobolden und Zwergen, die dort wertvolle Schätze hüten.
In den Wäldern herrschen Riesen und Waldfrauen.


Tipp 7: Ostsee, Rügen
Die Kreidefelsen – Majestätische Berge am Meer

Fotos: Malerisches-Rügen.de

Schon seit vielen Jahren fühlen sich die Menschen von den imposanten Kreide­felsen – dem Wahr­zeichen Rügens – angezogen. Das Grün der Wälder, das Weiß der Kreide, das sich im Wasser in Türkis verwandelt, die Farben der Rügener Kreide­küste sind äußerst beeindruckend!

Die majestätische Erhabenheit dieser weißen Felsen inspirierte schon im 19. Jahr­hundert viele Maler und Dichter, so auch den bedeutendsten Romantiker Caspar David Friedrich, der mit seinem wohl berühmtesten Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“ den originalen Kreide­felsen seine Ehrerbietung erweist.

Wanderst du achtsam an der Küste entlang, kann es passieren, dass du am Strand Dinge wie außergewöhnliche Muscheln, Bernsteine, Hühnergötter oder einen „Donnerkeil“ findest.
Im Mittelalter glaubte man, dass diese länglichen, spitzzulaufenden Tintenfischknorpel versteinerte Blitze waren, die vom Himmel gefallen waren.


TIPP 8: Teutobuger Wald, NRW
Die Externsteine – Magische Felsgiganten im Wald

Fotos: Lipperland-Info

Sie sind mehr als eine Pilgerstätte für Esoteriker: Die Externsteine im Westfälischen Lipperland.
Im Dritten Reich waren sie zu einer germanischen Kultstätte geworden.

Nationalsozialisten veranstalteten dort ihre Sonnwendfeiern.
Noch heute sind für viele Esoteriker die Steine ein wichtiger Kraftort.
Hier versammeln sich Schamanen, Hexen, Anthroposophen, Druiden oder Yoga-Lehrer.


Bis zu 40 Meter hoch ragen die Externsteine in den Himmel. Abenteuerlich führen steile, in den Fels gehauene Steintreppen an die Spitze. Zwei der Felsen sind durch eine schwindelerregende Brücke verbunden.
In den Steinen finden sich kleine Grotten, ein in Stein gehauenes Relief der Kreuzabnahme Christi sowie der „Sargstein“.


Tipp 9: Pfälzer Wald, Südwestpfalz
Altschlossfelsen – Der Grand Canyon für Arme

Fotos: Eppenbrunn-Stadtmarketing

Nein, wir sind hier nicht etwa im Südwesten der USA, sondern im Südwesten von Rheinland Pfalz. Die rot leuchtenden Felsformationen, in unmittelbarer Nähe zur Gemeinde Eppenbrunn an der Grenze zu Frankreich sind ein ganz besonderes Naturschauspiel.

Allerdings musst du dich zunächst mal durch den dunklen Pfälzerwald kämpfen, um zu dieser farbenprächtigen Felsgruppe aus Buntsandstein zu gelangen.

Auf einer Länge von 1,5 km findest du in dem bis zu 30 Meter hohem Felsmassiv alles das, was dir auch der Crand Canyon zu bieten hat: Türme, Überhänge, Höhlen, Quergänge, Kamine, Kugelsteinbildung, feinste Farbschattierungen und Luftwurzeln.

Also warum in die Ferne schweifen?….


Soweit nun die kleine Erkundungs-Tour der außergewöhnlichsten Kraftorte und Naturwunder in Deutschland.

Ich hoffe, du hattest etwas Spaß dabei und Lust darauf bekommen, den einen oder anderen Ort mal selbst zu besuchen.

Danke für’s Mitreisen und bis nächste Woche
Deine Mari

Fotos:
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